Modellbahn Wiehe
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Modellbahn Ganzjahresschau Wiehe

Anlageninfos - Die Entstehung der Modellbahn Wiehe

Die Ausstellungsbereiche:

Von der Geburt der Idee - Vorwort

Guten Tag, liebe Freunde der großen und kleinen Eisenbahn,

mein Name ist Hans-Jörg Stiegler. Ich wurde am 28.01.1944 im nordhessischen Hofgeismar geboren. Meine Liebe zur Eisenbahn rührt sicher aus meiner früheren Kinder- und Jugendzeit her. Nach dem furchtbaren Krieg ohne Vater aufgewachsen, verbrachte ich viele Jahre bei meiner Großmutter in Kassel, unweit der Henschel-Werke. Immer wieder beeindruckte mich eine geheimnisvolle Verwandlung: Während zum einen Werktor unförmige Rohlinge aus Stahl und Eisen hineingefahren wurden, rollten aus dem anderen Tor riesige, nagelneue, oft sehr festlich geschmückte Lokomotiven wieder heraus. Wo sie wohl hinfahren mochten? Allzu gerne wäre ich einfach mitgefahren...

Vielleicht waren es diese Erlebnisse, die mein Interesse für die Welt der Lokomotiven, der Schienen und Signale auslösten und immer stärker wachsen ließen. Doch jene Jahre boten mir keine Chance, mich näher mit der großen Bahn zu befassen. Und für eine Modelleisenbahn gab es weder Zeit, noch Geld.

Seit 1991 arbeite und lebe ich in Thüringen. Das Städtchen Wiehe, das mir zur zweiten Heimat wurde, liegt im landschaftlich wunderschönen Tal der Unstrut. Unsere Region, auch "Tal der Kaiser und Könige" genannt, ist zwar sehr reich an historischen Traditionen deutscher Geschichte und bietet viele touristische Möglichkeiten, doch ihr fehlte genau das, was man ein touristisches "Highlight" nennt.

Nach langen Überlegungen, was man tun könnte, kam mir die Idee mit der Modelleisenbahn. Ich fasste den Entschluss, eine Modellbahnanlage aufzubauen, die - gedacht als touristisches Ziel ersten Ranges - alles bisher Dagewesene weit übertreffen sollte. So entstand zwischen Frühjahr und Herbst 1997 am Stadtrand von Wiehe Europas größte Modelleisenbahnschau. Bereits am 7. November 1997 wurde sie feierlich eröffnet. Zahlreiche Besucher kamen seither zu uns und staunten über fast 900 Quadratmeter Modellbahn vom feinsten.

Da mir der Erfolg recht gab, wagte ich den nächsten Schritt und begann, die Modellbahn-Wiehe zur weltgrößten Modellbahn-Ganzjahresschau auszubauen.
Lassen auch Sie sich von dem Flair Modellbahn Wiehe einfangen. Schauen Sie sich an, was wir Ihnen bieten. Lesen Sie, wie alles entstand. Verschaffen Sie sich einen Eindruck, was ich alles geplant habe und was die Zukunft bringt.

"Fahrt frei für die Super-Modellbahnschau in Wiehe!"

Bis dahin alles Gute!
Ihr Hans-Jörg Stiegler

 

Entstehung

Die Modellbahn Wiehe entstand aus der Notwendigkeit, den Fremdenverkehr zu intensivieren. Als ich nach Wiehe kam, bedrängten mich einige Fremdenverkehrsverbände, in die Hotelbranche einzusteigen, weil der Tourismus nur wachsen könne, wenn Hotelkapazitäten zur Verfügung stünden. So baute ich ein Landgasthaus in Wohlmirstedt zu einem Vier-Sterne-Hotel aus. Doch der als sicher versprochene Touristenstrom blieb zaghaft. Dem Tal der Unstrut, zwar landschaftlich reizvoll und reich an historischen Stätten, fehlte es an "Highlights", die besondere Anziehungskraft ausüben. Das touristische Niemandsland zwischen Naumburger Dom und Kyffhäuser brauchte etwas Außergewöhnliches. Ein Besuch der Harzquerbahn brachte mich auf den Gedanken, diese Bahn im Miniaturformat nachzubauen. Da Wiehe in Thüringen liegt, kam ich auf die Idee, neben dem Harz auch die Eisenbahnlandschaft Thüringens nachzugestalten. So nahm meine Vorstellung, in Wiehe die grösste Modellbahnschau Europas zu präsentieren, allmählich Gestalt an. Außerdem wollte ich mit dem Bau und dem Betrieb der Modellbahn Arbeitsplätze schaffen.

Meine ersten Schritte führten mich zu der Messeveranstaltung "Modell & Hobby" 1996 in Leipzig. Doch wo immer ich mein Projekt vorstellte, schien man mir nicht so recht zu glauben. Ich ließ mich nicht entmutigen, denn meine Erfolgsaussichten erschienen mir real. Als mich jemand fragte, warum es eine Modellbahn sein müsse, entgegnete ich: "Spektakuläre Objekte wie den Eiffelturm gibt es bereits. Ich will etwas, das es in diesen Größenordnungen noch nicht gibt." Einige profilierte Firmen konnte ich nun überzeugen: Roco, Tillig, Gützold, Kibri, Faller, Auhagen, später auch Viessmann, Brawa und LGB stiegen ein. Weitere folgten. Für die Aufbauarbeiten engagierte ich einen Modellbahnclub, und für die Modellbahnanlagen fand ich eine baulich nutzbare Strohlagerscheune. Sie befand sich in einem beklagenswerten Zustand, der bautechnische Aufwand verschlang hohe Summen. Doch es entstanden stabile Arbeitsplätze. Der Bau wirkte sich förderlich für Stadt und Region aus.

Im Sommer 1997 nahm meine Idee Gestalt an: Aus der Scheune wurden die heutigen Hallen A und B. Die Fassade am Haupteingang ließ ich dem Erscheinungsbild eines Bahnhofs nachgestalten. Es begrüßt also ein Wandgemälde von der Lok 99 237 der Harzer Schmalspurbahnen die Gäste. Im Inneren fanden neben den zwei Modellbahnanlagen ein Restaurant und der Modellbahnfachmarkt Platz.
Am 7. November 1997 war es soweit: Unter großer Anteilnahme der beteiligten Bau- und Modellbahnfirmen, staatlicher Stellen des Landes Thüringen, des Kyffhäuserkreises, der Stadt Wiehe sowie zahlreicher Geschäftsleute, offizieller Vertreter der umliegenden Städte und Gemeinden und der Medien eröffnete Wirtschaftsminister Dr. Franz Schuster mit den Worten "Fahrt frei nach Wiehe!" Europas größte Modellbahnanlage.

Schon in den ersten Tagen besuchten uns tausende Modellbahnfreunde; die Parkplätze reichten kaum. So bestätigte sich, was mein Ziel war: Der Fremdenverkehr kam in Gang, das stille Städtchen Wiehe wurde zum Mittelpunkt der Region. Zu Ostern 1998 ging unsere mit einer Dampflok ausgestattete Parkbahn in Betrieb. 1999 folgte ein Foyer als Verbindungsbau zu neuen, noch größeren Ausstellungshallen. Als meine bisher umfangreichste Investition wurden die Hallen D, E und F im Jahre 2000 bezugsfertig. Mit ihrer Größe und Ausstattung übertreffen sie alles bisher Dagewesene.

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