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Am Anger 19
06571 Wiehe
Tel.: (03 46 72) 83 63-0
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Spurgröße TT - ICE-Strecke Hamburg-Würzburg im Maßstab 1:120
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Die weltgrösste TT-Anlage seit Januar 2001 - Ihre Entstehung
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Die Modellbaugröße TT, in
der alten Bundesrepublik fast unbekannt, besitzt in den neuen Bundesländern
Tradition. Zahlreiche Modelleisenbahner blieben ihr bis heute treu
und boten somit die sichere Basis für die Fortsetzung der Produktion.
Mit der rührigen Firma Tillig fand sich ein Unternehmen, das
die Fertigung der Firma "Berliner TT-Bahnen", die einst
aus dem Privatunternehmen Zeuke hervorging, im sächsischen Sebnitz
fortsetzte. Die Tilligs waren stets zuverlässige Lieferanten
der H0-Gleise, Weichen und Bettungen für die Thüringen-Anlage
in Halle A. Sowie die Geschäftsleitung der Firma, als auch sehr
viele Besucher der Modellbahn-Wiehe bestätigten die gehegte Absicht,
der "Ost-Baugröße" TT eine riesige Modellbahnanlage
zu widmen. Da es bei den Sebnitzern ein vorzügliches TT-Modell
des Hochgeschwindigkeitszuges ICE gab, kam die Idee mit dem Bau der
ICE-Strecke "Hamburg - Würzburg" in TT.
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| Die ICE-Neubaustrecke verbindet Würzburg mit
Hannover. Die Planungen wurden durch Einbeziehung von Hamburg erweitert,
um mit dem Aufbau der weltgrößten TT-Anlage zugleich an
das einstige Projekt Magnetschwebebahn "Transrapid" zu erinnern,
die zwischen Hamburg und Berlin entstehen sollte. Schon während
des Baues fragten viele Besucher, welche Firma die exzellenten Flexgleise,
die Weichen und die superlangen, rasanten ICE-Züge lieferte,
die probeweise über die neuen Trassen jagten. Wenn die Gäste
dann zu hören bekamen, dass die eleganten Modelle aus dem sächsischen
Sebnitz bei Dresden stammen, dann gestand manch ein Frager, dass er
das nicht erwartet hätte. |
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Wer heute die riesige Halle D betritt, staunt zunächst
über die enormen Ausmaße der TT-Anlage. Ihre Grundfläche
sieht aus, als hätte man ein Stück Eisenbahnlandschaft mit
dem Spaten aus der Natur heraus gestochen. Die L-förmige Anlage
nimmt eine Grundfläche von 280 Quadratmetern ein. Da ihr Aufbau
von den Seiten her und ohne Überbauten erfolgen musste, wurde
eine durchschnittliche Breite von 3,50 Metern gewählt. die relativ
geringe Höhe zwischen 35 und 60 Zentimetern ergab sich aus der
Forderung, das Geschehen auf der Anlage auch für Kinder und Behinderte
sichtbar zu machen. Der Unterbau besteht aus einem System von Trockenbauprofilen
aus verzinktem Stahlblech, die auf dem Fußboden verschraubt
wurden und einen solide Konstruktion ergaben. |
| Dieses Grundgerüst wurde mit Gipskartonplatten
verkleidet. Auf der Oberfläche der Anlage geschah das aber nur
an jenen Stellen, wo große Flächen erforderlich waren.
Die Regionen, die nach Vollendung der Landschaft das fränkische
und das hessische Hügelland darstellen sollten, erhielten einen
Überbau aus Drahtgeflecht, aus Bauschaum und Fliesenklebermörtel,
um die abwechslungsreichen Geländeformen wiederzugeben. Die Bahntrassen
entstanden aus zugeschnittenen Tischlerplatten, aus Sperrholz und
Spanplatten. Die Modellstrecken liegen - wie beim Vorbild - exakt
in der Nord-Süd-Richtung. Den südlichen Abschluss bilden
die Gleisanlagen des Hauptbahnhofs Würzburg. In der Nordrichtung
folgen dann Fulda, Kassel-Wilhelmshöhe, Göttingen, Hannover
und Hamburg. Auch an den Rangierbahnhof Maschen wurde gedacht. |
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Die Streckenführung begeistert durch großzügige
Eleganz mit weit gespannten Brückenkonstruktionen und geschwungenen
Gleisbögen. Auch die neben der ICE-Trassen befindlichen "Altbaustrecken"
fanden Berücksichtigung. Für den vollautomatischen Betrieb
fertigte die Firma Viessmann spezielle Schaltplatinen nach Vorschlägen
aus Wiehe an. Diese Bauteile gestatten einen abwechslungsreichen
Betrieb. Immerhin besteht jeder ICE neben den beiden Köpfen
aus 10 Mittelwagen, so dass schon wegen dieser respektablen Zuglänge
ein eindrucksvolles Bild entsteht, wenn sich die Züge in
voller Fahrt auf freier Strecke begegnen.
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